Gutes Wirtschaftsergebnis für Vietnam in 2013: Starke Aussichten für 2014

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HANOI – 2013 war ein erfolgreiches Jahr für Vietnams Wirtschaft. Als größter Erfolg des letzten Jahres gilt die Zügelung der galoppierenden Inflation. Die strukturelle Weiterentwicklung der Wirtschaft soll auch in 2014 fortgeführt werden. In diesem Zusammenhang gab die vietnamesische Regierung kürzlich konkrete Ziele für das neue Jahr bekannt.

In 2013 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 5,42 Prozent an. Zwar liegt Vietnams Wirtschaftswachstum damit unter dem seiner Nachbarländer, in Anbetracht der Preisentwicklung gelten die Zahlen allerdings dennoch als wirtschaftlicher Erfolg. Mit einem Wert von 6,04 Prozent erreichte der Verbraucherpreisindex (VPI) seinen niedrigsten Wert der letzten 10 Jahre. Beeindruckend, wo doch der VPI in 2011 noch bei über 18 Prozent stand.

Dieser Erfolg wird insbesondere Vietnams Geldpolitik zugesprochen.

Mitglied des Finanz- und Geldpolitischen Beratungsausschusses Dr. Tran Du Lich gab an, dass die Geldpolitik Vietnams Inflation stoppen konnte. Zusätzlich sprach er der Geldpolitik zwei weitere Erfolge zu: „Der zweite Erfolg war die Stabilisierung des Wechselkurses zwischen dem vietnamesischen Dong und ausländischen Währungen, während die Reserven an ausländischen Währungen erhöht werden konnten. Der Dritte war die Senkung der Zinssätze, was für Vietnam eine bisher langwierige und schwere Aufgabe darstellte.

Auch Vietnams Bankensektor profitierte von der positiven Entwicklung. Die durchschnittlichen jährlichen Darlehenszinsen sanken von 22 Prozent auf 10 Prozent innerhalb der letzten zwei Jahre. Dank der niedrigen Kreditzinsen konnten inländische Unternehmen ihre Produktions- und Handelstätigkeit ausbauen und notwendige Wartungsarbeiten vornehmen.

Die Umstrukturierung der Wirtschaft stärkte den Bankensektor. Es erfolgte eine Vielzahl von Zusammenlegungen und Auflösungen wirtschaftsschwacher Banken. Der Staat sorgte zudem für eine Gleichstellung der vier staatlichen Handelsbanken. In 2013 erwarb Vietnams Vermögensverwaltungsunternehmen (ein staatliches Unternehmen für den alleinigen Erwerb von zweifelhaften Forderungen von bestehenden Banken, um ihre Bücher zu säubern) zweifelhafte Forderungen von mehr als USD 1,6 Milliarden.

Erst kürzlich kündigte Vietnam an, dass es ausländischen Investoren gestatten werde, größere Anteile von inländischen Finanzinstitutionen zu erwerben. Vietnam verspricht sich damit die Umstrukturierung des Bankensystems zu beschleunigen, sowie eine Säuberung zweifelhafter Forderungen. Ein von Premierminister Nguyen Tan Dung unterzeichneter Erlass erlaubt ausländischen Investoren ab Februar 2014 Unternehmensanteile in Höhe von 15 – 20 Prozent an inländischen Finanzinstitutionen zu besitzen.

Die vietnamesische Nationalversammlung gab vor kurzem seine Zustimmung für die Durchführung der geplanten Ziele für den sozioökonomischen Plan 2014. Diese Ziele beinhalten die Stabilisierung der Volkswirtschaft, Senkung der Inflation und ein solides Wirtschaftswachstum zu erreichen.

Die Regierung gab bekannt, was sie erreichen möchte:

  • ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von etwa 5,8 Prozent
  • Erhöhung der Exporteinnahmen von etwa 10 Prozent
  • Exportüberschuss von etwa 6 Prozent
  • KPI Erhöhung von 7 Prozent
  • Gesamtinvesitionen in Sozialentwicklung in Höhe von 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts
  • Minderung der Armut um 1,7 –  2 Prozent
  • Schaffung von 1,6 Millionen neuen Arbeitsplätzen

Zur Erreichung dieser Ziele gab die Regierung an, dass eine flexible und effektive Geldpolitik sowie  eine strenge Fiskalpolitik durchgeführt werden muss. Es werden zudem vorteilhafte Bedingungen für Unternehmen zur Kapitalgewinnung geschaffen und es wird eine umfassende Umstrukturierung der Kreditinstitute vollführt werden. Des Weiteren wird die Regierung die Kapitalisierung von SOEs beschleunigen, den Abzug von Kapital aus peripheren Investments fördern und sich als Produktionsstätte in die globale Wertschöpfungskette eingliedern. Die Regierung hat zudem zugesichert, die Sozialversicherung auszubauen und den Lebensstandard der Bevölkerung zu heben.

Dieses Jahr wird für Vietnam ein Handelsüberschuss von USD 863 Millionen erwartet, ausgehend vom 2012 erzielten Überschuss von USD 747 Millionen. Nach Angaben der vietnamesischen Regierung wird der Industrieproduktionsindex um 5,9 Prozent schneller ansteigen als die letztjährige Ausweitung von 4,8 Prozent. Im Dienstleistungssektor – dieser macht 43 Prozent der nationalen Wirtschaft aus – verzeichnete Vietnam ein Wachstum von 6,56 Prozent in 2013. Knapp dahinter liegen der Bausektor, welcher sich um 5,43 Prozent ausweitete und der um 2,67 Prozent gestiegene Agrarsektor.

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Fabian Knopf, Sr. Associate, Co-Head of German Desk, Dezan Shira & Associates Fabian.Knopf@dezshira.com

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