Analyse der Quellensteuer in Asien

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Eine Quellensteuer ist eine Steuer, die von der Zahlungsquelle einbehalten und direkt an die Behörden im Namen des Zahlungsempfängers abgeführt wird. Quellensteuern werden von den Ländern üblicherweise zur Bekämpfung der weltweiten Steuerhinterziehung erhoben.

Die asiatischen Länder teilen die Quellensteuer typischerweise nach Dividenden, Zinsen und Lizenzzahlungen auf. Die Höhe der Steuer variiert sehr stark von Land zu Land. Zum Beispiel erhebt Indien keine Quellensteuer auf Dividenden, jedoch 30 % auf Lizenzen. An dieser Stelle eine Grafik, zum Vergleich der drei Quellensteuersätze von China, Indien, Hong Kong und den zehn ASEAN Nationen.

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Während der Großteil dieser Steuersätze sich weitestgehend selbst erklärt, gibt es einige sehr nuancierte Richtlinien zur Quellensteuer, welche erklärt werden sollten. Obwohl Hong Kong keine Quellensteuer auf das Einkommen von Ansässigen und Nichtansässigen erhebt, erhebt es eine kleine Steuer auf Lizenzzahlungen für Nichtansässige für die Nutzung von immateriellem Vermögen in oder außerhalb Hong Kongs. Da der Betrag zu 30 % auf die Besteuerung des Bruttobetrages von Lizenzzahlungen anrechenbar ist, ist ein Lizenz Steuersatz von 4,95 % die Folge. Wenn die Lizenzzahlung gegenüber einem Nichtansässigen, für die Nutzung von immateriellem Vermögen, welches vorher im Besitz eines Unternehmens in Hong Kong war, erhoben wird, sind 100 % auf die Besteuerung der Lizenz anrechenbar. Die Folge ist eine Lizenzsteuer von 16,5 %.

In China können Quellensteuerzahlungen für Dividenden, Zinsen und Lizenzen durch die Steuerabkommen des Landes beeinflusst werden. Wenn der jeweilige Steuersatz eines gegebenen Steuerabkommens höher als zehn Prozent ist, wird dieser Steuersatz angewendet. Zum Beispiel reduziert das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Hong Kong und China die Quellensteuer auf Dividenden von zehn auf fünf Prozent. Das bedeutet, dass in China erwirtschaftete Dividenden, die nach HK überwiesen werden, mit einer reduzierten Quellensteuer von fünf Prozent besteuert werden.

Singapurs Steuerabkommen hilft außerdem bei der Ermittlung des Rechtsgebietes, in dem Zinsen und Lizenzgebühren abgeführt werden müssen. Das ist für gewöhnlich der Quellenstaat, in dem der Zahler der Zinsen oder Lizenzgebühren ansässig ist. In manchen Ausnahmefällen werden beide Staaten die Steuer erheben, allerdings zu reduzierten Sätzen.

In Vietnam müssen Arbeitgeber den vorgeschriebenen Steuersatz vom Privateinkommen des Arbeitnehmers einbehalten und die monatliche Summe nicht später als am 20. des Folgemonats an das Finanzamt abführen. Arbeitgeber müssen ebenfalls PIT Erklärungen (Propriety, Integrity and Transparency – Korrektheit, Integrität und Transparenz) im Namen der eigenen Arbeitnehmer am Ende eines jeden Jahres, sofern der Arbeitnehmer nur Einkommen beim Arbeitgeber erzielt und den Arbeitgeber bevollmächtigt, einreichen.

Zum Schluss, Indiens Basissatz auf Zinseinnahmen beträgt 20 %, aber Nichtansässige die in bestimmten Infrastruktur Geschäften tätig sind, müssen eine Steuer in Höhe von 5 % bis Juli 2015 aufbringen.

 

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Fabian Knopf, Sr. Associate, Co-Head of German Desk, Dezan Shira & Associates Fabian.Knopf@dezshira.com

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